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Bei den Pfadfindern werden Fachausdrücke verwendet, die man als
„Außenstehender“ oft zuvor noch nie gehört hat. Um Ihnen den Einstieg zu
erleichtern, haben wir Ihnen hier eine Liste der wichtigsten Begriffe
zusammengestellt.

Affe
Felltornister u.a. der Schweizer Armee. Von Pfadfindern gern als spartanischer, aber
ästhetischer Rucksackersatz verwendet.

ABP – Allzeit-Bereit-Päckchen
Ein (von Pfadfindern meist selbst gebasteltes) Behältnis mit verschiedenen
Kleinigkeiten, die ein Pfadfinder im Alltag so brauchen könnte. „Allzeit Bereit“ ist
zudem Gruß und Motto unseres Pfadfinderbundes.

Aufnahme / Versprechensfeier
Auf Fahrt oder Lager legt die Pfadfinderin im feierlichen Rahmen ihr Versprechen als
Neuling, Wölfling oder Jungpfadfinder ab und erhält als äußeres Zeichen Halstuch
(bei Neulingen), Wolfskopfabzeichen (bei Wölflingen) bzw. die Bundeslilie.
Voraussetzungen sind eine gewisse Dauer der Zugehörigkeit, zuverlässiges
Erscheinen bei den Gruppenstunden, rege Fahrtenteilnahme und ein gewisser
Kenntnisstand bei den Pfadfindertechniken. Der Text der einzelnen Versprechen
kann im Probenbuch nachgelesen werden.

BiPi  (engl. Aussprache von BP)
Abkürzung für Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powell Lord of Gilwell, dem
Gründer der Pfadfinderbewegung (22.2.1857 – 8.1.1941).

Fahrt / Lager
Bei einer Fahrt hat man keinen festen Lagerplatz, sondern bewegt sich, zumeist
wandernd, vorwärts. Bei einem Lager verbleibt man an einem Ort.

Gilde
Kleinste Gliederung unseres Bundes mit fünf bis zu zwölf Mädchen.
Gruppenstundengemeinschaft. Mehrere Gilden bilden einen Hag.

Gildenmädchen
Reifestufe im DPB für ab 15 jährige Mädchen. Äußeres Zeichen ist die rote Schnur.

Gildin
Reifestufe im DPB für ab 17 jährige Frauen. Äußeres Zeichen ist die graue Schnur.

Gruß der Pfadfinder
Pfadfinder grüßen sich untereinander mit der linken Hand. Dazu wird die rechte Hand
erhoben und der Daumen über den angewinkelten kleinen Finger gelegt, während
die drei mittleren Finger gestreckt bleiben. Sie sollen an die drei wesentlichen
Elemente des Pfadfinderversprechens erinnern. Der Daumen über dem kleinen
Finger bedeutet „der Stärkere schützt den Schwächeren“.

Hag
Zusammenschluss von mehreren Gilden und mindestens 20 Mitgliedern.

Haik/Hajk
Wanderung mit Gepäck, oft mit Aufgabenstellung in Form einer Kundschaft. Man
weiß, wenn man startet, noch nicht, wo man schlafen wird, das Essen wird auf dem
Lagerfeuer zubereitet, geschlafen wird in der Kohte.

Heimabend
Andere Bezeichnung für die (wöchentliche) Gruppenstunde.

Hordentopf / HoPo
Großer Kochtopf der Pfadfinder mit einem Volumen ab 5 Litern aufwärts. Außen
schwarz, innen mit etwas Glück silbrig.

Iso / Isomatte
Eine Liegeunterlage aus festem Schaumstoff.

Juja
Kürzel für Jungenschaftsjacke. Traditionelles Kleidungsstück, wird bei deutschen
Pfadfindern oft getragen. Ursprünglich von Tusk aus dem Vorbild einer russischen
Marinejacke gefertigt.

Jungpfadfinderin
Altersstufe im DPB für 11-15 jährige Mädchen. Äußeres Zeichen ist das Abzeichen
der Bundeslilie auf der linken Hemdtasche.

Jurte
Von den Mongolen übernommenes Großraumzelt , das wie die Kohte aus einzelnen
schwarzen Baumwollstoffplanen besteht, jedoch bis zu 20 Personen mit Gepäck
Platz bietet. Mehrere Jurten können zu einer großen Konstruktion (Jurtenburg)
verknüpft werden.

Kim
Romanfigur von R. Kipling, Namensgeber der bei Pfadfindern beliebten Kim-Spiele,
welche die Sinne schärfen sollen (Seh-, Riech-, Schmeck-, Hör-, Merk-, Tastkim).

Kleiner Gottberger
Offizielles Liederbuch der DPB-Gruppen in Bonn.

Kohte
Zerlegbares und leicht transportables, schwarzes Feuerzelt für bis zu 8 Personen.
Entsprechende Planen bitte niemals waschen!

Logbuch
Buch oder dickes Heft, das die persönlichen Notizen zu den Gruppenstunden und
ggf. Erlebnisse umfasst.

Müllestumpe / Mühlenstumpf
Unser noch im Entstehen befindliches Pfadfinderheim in Auerberg im gleichnamigen
Gebäude. Um Ausbau und Finanzierung kümmert sich unser Förderverein.

Neuling
Ein Kind / Jugendlicher, der bereits seit etwa sechs Monaten aktiv dabei ist, ein
Klufthemd besitzt und sich halbwegs zu benehmen weiß und dessen Eltern die
Eintrittserklärung unterzeichnet haben, wird bei einer Versprechensfeier offiziell in
den DPB aufgenommen. Nach Ablegung des Neulingsversprechens erhält er sein
Halstuch und das Wappen des Hages und ist dann Neuling.

Pfadfindergesetze / Wölflingsgesetze
Sie bilden die Grundlage der Pfadfinderarbeit. Bei den Versprechen verpflichtet man
sich, sich an den Gesetzen zu orientieren. Die Texte der Gesetze stehen im
Probenbuch.

Pfadfinderkluft
Von vielen Leuten fälschlicherweise als „Uniform“ bezeichnet ist sie ein wichtiges
Merkmal der Pfadfindergemeinschaft. Sie soll dabei nicht nur als einfache
Arbeitskleidung und Identifikationsmerkmal dienen, sondern v.a. soziale
Unterschiede verdecken. Zur vollständigen Kluft gehört bei den Pfadfindern neben
dem Hemd (mit Gruppen- Bundes- bzw. den entsprechendes Abzeichen) natürlich
auch das Halstuch, die schwarze Cordhose bzw. der Rock und die Juja.

Poncho
Gummiregenschutz, zumeist aus Beständen der Bundeswehr in der Farbe oliv. Wird
als Abdeckplanenersatz oder Zeltboden verwendet, manchmal sogar als
Regenmantel.

Proben / Probenbuch
Alles, was ein echter Pfadfinder können muss, steht im Probenbuch erklärt und
gliedert sich in einzelne Proben (=Wissensgebiete).

Rheingold
Name einer befreundeten Pfadfindergruppe unseres Jungenbundes in Bonn.
Gehören mit zwei weiteren Stämmen zur Jungenschaft Volundr.

Rheintöchter
Der Name unseres Hages. Die Rheintöchter sind im Nibelungenlied drei
Flussjungfrauen, die auf den Schatz im Rhein (das „Rheingold“) aufpassen.

Tschai (rus.: Tee)
Beliebtes heißes Getränk bei den Pfadfindern, dessen genaue Zusammensetzung
variiert. Tee, Nüsse und Früchte sind aber meistens drin.

Wölfling
Altersstufe im DPB für 8-11 jährige. Äußeres Zeichen ist das Abzeichen des
Wolfskopfes auf der linken Hemdtasche.

Wölflingsgruß
Besonderer Gruß der jüngeren Neulinge und Wölflinge. Wie der Pfadfindergruß,
jedoch nur mit zwei Finger der rechten Hand. Damit sind die gespitzten und
aufmerksamen Wolfsohren gemeint. Ringfinger und kleiner Finger werden vom
Daumen niedergedrückt (der Starke schützt den Schwachen).

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